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Südsudan: SOS baut neues Kinderdorf

23. September 2014
Endlich wieder Platz zum Spielen: Die SOS-Kinder fühlen sich wohl im neuen provisiorischen  Kinderdorf. Foto: George Hakim

Endlich wieder Platz zum Spielen: Die SOS-Kinder fühlen sich wohl im neuen provisiorischen Kinderdorf. Foto: George Hakim

Im Februar 2014 mussten die SOS-Familen aus dem Kinderdorf Malakal im Südsudan fliehen. Im Umland von Juba haben die SOS-Kinderdörfer nun ein provisorisches Lehmhütten-Kinderdorf für die Familien errichtet, indem sie für zwei Jahre bleiben können. Langfristiges Ziel ist es, ein neues SOS-Kinderdorf im Südsudan zu bauen, um den über 100 SOS-Kindern wieder ein dauerhaftes Zuhause zu geben.

Das in traditioneller Bauweise errichtete Lehmhütten-Kinderdorf entstand in wenigen Tagen. Möglich war dies auch durch die aktive Mithilfe der SOS-Mütter. Im Moment richten sich die SOS-Familien in den Lehmhütten ein. „Ich war in großer Sorge um unsere Kinder nach all dem, was sie in Malakal erlebt haben. Die vielen Schüsse, die schlimmen Zustände im UN-Flüchtlingslager und die extrem engen Zustände im Gästehaus – das waren sehr schwierige Monate. Im Lehmhüttendorf finden wir jetzt Frieden“, sagt SOS-Mutter Gwang.

Hintergrund

Wegen des Bürgerkriegs im Südsudan sind 1,3 Millionen Menschen auf der Flucht und 3,8 Millionen von Hunger bedroht. Das jüngste Land der Welt braucht dringend internationale Hilfe. Doch vor wenigen Tagen hatte die Regierung zunächst angekündigt, ausländische Fachkräfte bis Mitte Oktober auszuweisen. „Wir arbeiten grundsätzlich nur mit lokalen Mitarbeitern. Ein Arbeitsverbot für Ausländer trifft uns deshalb nicht“, versichert der Sprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, Louay Yassin.

Auch wenn die südsudanesische Regierung nach internationalen Protesten nun doch zumindest ausländische Führungskräfte von Hilfsorganisationen vorerst im Land lassen will, statt wie ursprünglich geplant, alle ausländischen Fachkräfte mit einheimischem Personal zu ersetzen, kommt der Vorstoß zu einem äußerst kritischen Zeitpunkt. „Nach UN-Schätzungen sind 50.000 Kinder in Gefahr, an akuter Mangelernährung zu sterben. Daher müssen wir die internationalen Anstrengungen jetzt ausweiten!“, erklärt der Sprecher der SOS-Kinderdörfer.

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