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Drei Jahre Krieg in Syrien

15. März 2014
Eine Generation ohne Perspektive? Der seit drei Jahren anhaltende Krieg in Syrien trifft besonders die Kinder.

Eine Generation ohne Perspektive? Der seit drei Jahren anhaltende Krieg in Syrien trifft besonders die Kinder.

Der Beginn des Aufstandes in Syrien jährt sich am 15. März zum dritten Mal. Aus friedlichen Protesten entwickelte sich im Frühjahr 2011 einer der grausamsten Konflikte der vergangenen Jahrzehnte. Etwa neun Millionen Syrer sind vor dem Bürgerkrieg auf der Flucht, fast die Hälfte davon sind Kinder.

Nach Schätzungen von Menschenrechtsaktivisten starben bislang bis zu 140.000 Menschen, andere Beobachter gehen von bis zu 200.000 Toten aus. Jeder zehnte Brügerkriegstote ist ein Kind!

Das staatliche Gesundheitssystem ist zusammengebrochen: Mehr als ein Drittel der Krankenhäuser ist nicht mehr in Betrieb. Lebenswichtige Medikamente sind nicht erhältlich. Weil tausende Neugeborene nicht mehr gegen Polio geimpft werden, ist in Syrien Ende 2013 die Kinderlähmung erneut ausgebrochen. Die hochansteckende Krankheit ist wegen des Bürgerkriegs zurückgekehrt.

Mehr als 3.000 Schulen wurden durch die Kämpfe beschädigt, über 1.000 Schulen wurden zu Notquartieren für Flüchtlinge umfunktioniert. Insgesamt können etwa 1,1 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen können. Eine ganze Generation wächst somit ohne Perspektive auf.

Nothilfe-Aktionen der SOS-Kinderdörfer

Die SOS-Kinderdörfer in Syrien leisten im Bürgerkriegsland Nothilfe für über 100.000 Menschen. SOS-Mitarbeiter versorgen Flüchtlingsfamilien mit Hilfsgütern und betreuen traumatisierte Kinder. Während der vergangenen Monate wurden die Hilfsaktionen erneut verstärkt, um Flüchtlingsfamilien durch den kalten syrischen Winter zu bringen. Die SOS-Kinderdörfer ermöglichen zudem Flüchtlingskindern den Schulbesuch, bislang konnten 16.000 Mädchen und Jungen mit Schulmaterialien versorgt werden.

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